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Hausaufgaben, Potenzial für die Zukunft oder ein Auslaufmodell?

Die Schule setzt entsprechend dem Bildungs- und Lehrplan Volkschule St. Gallen die Vorgaben zur Gestaltung der Hausaufgaben um. Der kantonale Lehrplan weist verbindliche Regelungen über die zulässige Dauer und Gestaltung von Hausaufgaben aus. Immer wieder hinterfragen Schulpraktiker und -theoretiker die Wirksamkeit von Hausaufgaben für den Lernprozess. Für sie gibt es signifikante Anhaltspunkte, dass Hausaufgaben nicht zum selbständigen Lernen beitragen oder einen leistungssteigernden Effekt erbringen.

Das Eltern-Schule-Gespräch widmete sich am vergangenen Samstag, 27. Februar 2016, diesem interessanten Schnittstellenthema. Kritische Fragestellungen regten die Teilnehmenden zu Diskussionen an. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern an der Schnittstelle Hausaufgaben? Wo ist es sinnvoll und wünschenswert, dass Hausaufgaben erledigt werden? Welche Möglichkeiten stehen dazu zur Verfügung? Ziel des Anlasses war, sich im Thema, welches Schule wie auch Eltern betrifft, zu begegnen, sich auszutauschen und Entwicklungspotenzial festzustellen.

Die meisten Familien kennen den Konfliktherd Hausaufgaben und die Belastung, welche dadurch für Familien entstehen kann. Dennoch scheuen viele Eltern diesen Konflikt nicht. Sie wollen ihre Verantwortung wahrnehmen, wollen teilnehmen an der vielfältigen Lebenswelt ihres Kindes. Sie nutzen den Sensor Hausaufgaben, um Anhaltspunkte zu erhalten, wo ihr Kind in der Schule leistungsmässig steht und wie es mit dem Lernen zurechtkommt. Entwicklungspotenzial wurde in den Bereichen Erwartungshaltung, Kommunikation/ Information und Hausaufgaben als Schulaufgaben festgestellt. Welche Unterstützung wird von den Eltern erwartet? Welche Unterstützung, Information, Begleitung erwarten die Eltern von den Lehrpersonen? Es ist essentiell, wenn die gegenseitigen Erwartungshaltungen direkt zwischen Eltern und zuständige Lehrperson geklärt werden.

Das Erledigen von Hausaufgaben direkt in der Schule wurde ebenfalls breit diskutiert. Es wurde darüber gesprochen, ein freiwilliges Angebot zu schaffen, welches ermöglicht, im Anschluss an den Unterricht oder in Zwischenstunden in den Räumlichkeiten der Schule Hausaufgaben selbständig erledigen zu können.

Fazit - wir tun gut daran, die langjährige Praxis zu hinterfragen. Jeder Schüler ist so einzigartig, wie auch Eltern und Lehrer einzigartig sind. Er braucht einen individuell gestalteten Lernraum. Um diesen angemessen gestalten zu können, benötigt es den regelmässigen Austausch zwischen Lehrperson und Eltern wie auch die Zusammenarbeit Schule und Eltern. Haben auch Sie einen Input zum Thema, dann melden Sie sich bitte bei Ihrer Klassenlehrperson, bei Ihrer Schulleitung oder einem Vertreter des Forums Eltern und Schule im Gespräch.

Datum der Neuigkeit 2. März 2016